Gebäudeplanung

Brandschutz mit Mauersteinen von H+H

Nicht brennbar A1

H+H Kalksandstein und H+H Porenbeton sind mineralische Baustoffe, die keine brennbaren Bestandteile enthalten, und somit gemäß DIN 4102-1 und DIN EN 13501-1 der höchsten Baustoffklasse A1 „nicht brennbar“ zugeordnet. H+H Mauerwerk ist in allen Feuerwiderstandsklassen sowie für Brandwände und Komplextrennwände einsetzbar.

Für die Klassifizierung nach DIN EN 13501-1 sind bei der Brandschutzbemessung die Eigenschaften Tragfähigkeit (R), Raumabschluss (E) und Wärmedurchgang (I) – sowie die mechanische Stoßfestigkeit (M) – maßgebend. H+H Mauersteine beteiligen sich nicht am Entstehungsbrand, denn sie sind aufgrund ihrer Herstellung und Zusammensetzung nicht brennbar.

Nicht brennbar, tragfähig, für einen sicheren Rauchabschluss

Gleichzeitig zeigt Mauerwerk aus H+H Kalksandstein und H+H Porenbeton auch hinsichtlich der Standsicherheit im Brandfall und des Rauchabschlusses ein sehr günstiges Brandverhalten. Das Mauerwerk selbst setzt unter unmittelbarer Flammeneinwirkung keine Gase frei.

Technische Beratung

Zum Anfang

Brandschutzbemessung von tragendem H+H Mauerwerk

Die Bemessung für den Brandfall bei Konstruktionen aus Mauerwerk erfolgt nach DIN EN 1996-1-2/NA:2013-06.

Was bei der Brandschutzbemessung von Mauerwerksbauteilen aus Kalksandstein zu beachten ist, stellt ausführlich das Kapitel 12 Brandschutz im Kalksandstein Planungshandbuch des Bundesverbandes Kalksandstein Industrie e.V dar. Dort findet sich u. a. eine umfassende Sammlung von Ausführungsdetails. Die aktuelle Auflage des Planungshandbuches des Bundesverbandes Kalksandstein Industrie e.V. steht auf dieser Website zum Download bereit.

Was bei der Brandschutzbemessung von Mauerwerksbauteilen aus Porenbeton zu beachten ist, stellt ausführlich das Kapitel 8 „Brand“ des Porenbeton-Handbuches vom Bundesverband Porenbetonindustrie e.V. dar. Die aktuelle Auflage des Porenbeton-Handbuchs können Sie hier bestellen.

Porenbeton

Tragende raumabschließende Wände

Tragende raumabschließende Wände
(einseitige Brandbeanspruchung)
Rohdichteklasse ≥ 0,40
a Rohdichteklasse ≥ 0,35
Mindestwanddicke tF [mm] zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse REI
30 60 90 120 180
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,15 115 (115) 115 (115) 150 (115) 150 (150) 175 (175)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,42 115 (115) 115 (115) 150 (115) 150 (150) 175 (175)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,70 115 (115) 150 (115) 175a (150) 175a (175) 200 (200)

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Tragende nicht raumabschließende Wände

Tragende nicht raumabschließende Wände
(mehrseitige Brandbeanspruchung)
Rohdichteklasse ≥ 0,40
Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse R
30 60 90 120 180
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,15  115 (115) 150 (115) 150 (115) 150 (115) 175 (115)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,42  150 (115) 175 (150) 175 (150) 175 (150) 240 (175)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,70  175 (150) 175 (150) 240 (175) 300 (240) 300 (240)

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Tragende Pfeiler bzw. nicht raumabschließende Wandabschnitte < 1 m

Tragende Pfeiler bzw. nicht raumabschließende Wandabschnitte < 1 m
(mehrseitige Brandbeanspruchung)

Rohdichteklasse ≥ 0,40
  Mindestwandlänge lF [mm] zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse R
Wanddicke
[mm]
30 60 90 120 180
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,42 175 365 365 490 490 615
200 240 365 365 490 615
240 240 240 300 365 615
300 240 240 240 300 490
365 175 175 240 240 365
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,70 175 490 490 ≥ 1000 ≥ 1000 ≥ 1000
200 365 490 ≥ 1000 ≥ 1000 ≥ 1000
240 300 365 615 730 730
300 240 300 490 490 615
365 240 240 365 490 615

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Öffnungsüberdeckungen

Öffnungsüberdeckungen Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse
30 60 90 120 180
Flachstürze  175 (115) 175 (115) 2 x 115 (175) - -
U-Schale mit Betonkern  175 175 175 - -

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Kalksandstein

Tragende raumabschließende Wände (KS-Loch-, Hohlblocksteine)

Tragende raumabschließende Wände
(einseitige Brandbeanspruchung)
KS-Loch-, Hohlblocksteine
unter Verwendung von Normalmauermörtel und Dünnbettmörtel
Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse REI
30 60 90 120 180
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,15  115 (115) 115 (115) 115 (115) 115 (115) 175 (140)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,42  115 (115) 115 (115) 115 (115) 140 (115) 200 (140)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,70  115 (115) 115 (115) 115 (115) 200 (140) 240 (175)

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Tragende raumabschließende Wände (KS-Voll-, Blocksteine und KS-QUADRO)

Tragende raumabschließende Wände
(einseitige Brandbeanspruchung)
KS-Voll-, Blocksteine und KS-QUADRO
unter Verwendung von Normalmauermörtel und Dünnbettmörtel
Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse REI
30 60 90 120 180
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,15  115 (115) 115 (115) 115 (115) 115 (115) 150 (140)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,42  115 (115) 115 (115) 115 (115) 140 (115) 175 (140)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,70  115 (115) 115 (115) 115 (115) 150 (140) 200 (175)

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Tragende nicht raumabschließende Wände (KS-Voll-, Loch-, Block-, Hohlblocksteine)

Tragende nicht raumabschließende Wände
(mehrseitige Brandbeanspruchung)
KS-Voll-, Loch-, Block-, Hohlblocksteine
unter Verwendung von Normalmauermörtel 
Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse R
30 60 90 120 180
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,15  115 (115) 115 (115) 115 (115) 140 (115) 150 (140)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,42  115 (115) 115 (115) 140 (115) 150 (115) 150 (140)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,70  115 (115) 115 (115) 140 (115) 150 (150) 175 (150)

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Tragende nicht raumabschließende Wände (KS-Plansteine und KS-QUADRO)

Tragende nicht raumabschließende Wände
(mehrseitige Brandbeanspruchung)
KS-Plansteine und KS-QUADRO
unter Verwendung von Dünnbettmörtel
Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse R
30 60 90 120 180
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,15  115 (115) 115 (115) 115 (115) 140 (115) 150 (140)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,42  115 (115) 115 (115) 115 (115) 150 (115) 150 (140)
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,70  115 (115) 115 (115) 115 (115) 150 (150) 175 (150)

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Tragende Pfeiler bzw. nicht raumabschließende Wandabschnitte < 1 m

Tragende Pfeiler bzw. nicht raumabschließende Wandabschnitte < 1 m
(mehrseitige Brandbeanspruchung)
alle KS-Steine
unter Verwendung von Normalmauer- und Dünnbettmörtel
  Mindestwandlänge lF [mm] zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse R
Wanddicke
[mm]
30 60 90 120 180
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,42 115 365 490 (615) (990) ≥ 1000
150 300 300 300 365 898
175 240 240 240 240 365
240 175 175 175 175 300
Ausnutzungsfaktor α6,fi ≤ 0,70 115 (365) (490) (730) ≥ 1000 ≥ 1000
150 300 300 300 490 ≥ 1000
175 240 240 3001),2) 3002) 490
240 175 175 240 240 365
1) Bei hef/tef ≤ 10 ist die Mindestwandlänge 240 mm 2) Bei hef/tef ≤ 15 unter Verwendung von Dünnbettmörtel ist die Mindestwandlänge 240 mm

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Öffnungsüberdeckungen

Öffnungsüberdeckungen Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse
30 60 90 120 180
Flachstürze   h = 71 mm  115 115 175 (115) - (175) -
Flachstürze   h = 113 mm / 123 mm  115 115 115 175 -
U-Schale mit Betonkern  115 115 175 - -

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Zum Anfang

Brandschutz nicht tragender Wände mit H+H Mauerwerk

Porenbeton

Brandschutz nicht tragender Wände mit H+H Porenbeton

Nicht tragende raumabschließende Wände
(einseitige Brandbeanspruchung)
Mindestwanddicke tF [mm] zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse EI
30 60 90 120 180
Porenbeton unter Verwendung von Dünnbettmörtel 50 (50) 75 (75) 75 (75) 115 (75) 150 (115)

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Kalksandstein

Brandschutz nicht tragender Wände mit H+H Kalksandstein

Nicht tragende raumabschließende Wände
(einseitige Brandbeanspruchung)
Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse EI
30 60 90 120 180
KS-Bauplatten unter Verwendung von Dünnbettmörtel  70 (50) 70 (70) 100 (70) 115 (115) 175 (115)
KS-Voll-, Loch-, Block-, Hohlblocksteine unter Verwendung von Normalmauermörtel und Dünnbettmörtel  115 (115) 115 (115) 115 (115) 115 (115) 175 (115)
KS-QUADRO unter Verwendung von Dünnbettmörtel  100 (100) 100 (100) 100 (100) 115 (115) 175 (115)

Werte in Klammern gelten für Wände mit beidseitigem Putz

Die maßgebende Feuerwiderstandsklasse für nichttragende Wände ≤ 100 mm ist in der DIN 4102-4:2016-05 geregelt. Es gilt Tabelle 9.1. Nichttragende Wände mit Wanddicken ≥ 115 mm sind in DIN EN 1996-1-2/NA geregelt.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Dicken nichttragender Wände abhängig von der Feuerwiderstandsklasse. Es zeigt sich, dass schon 75 mm dicke nichttragende raumabschließende unverputzte Wände aus Porenbeton PPpl 0,55 die Anforderung an feuerbeständige Bauteile EI 90 erfüllen.

Zum Anfang

Brandwände mit H+H Mauerwerk

Brandwände sollen ausreichende Sicherheit beim Löscheinsatz gewährleisten. Dafür muss ihre Standsicherheit auch bei einstürzenden Gebäudeteilen (zum Beispiel einer Dachkonstruktion) gegeben sein. Sie sind in der Mauerwerksnorm DIN EN 1996, in dem Normenteil DIN EN 1996-1-2 NA: 2013 -06 Tragwerksbemessung für den Brandfall geregelt.

Maßgebend ist für Kalksandstein-Mauerwerk die Tabelle NA.B.2.5. und für Porenbeton-Mauerwerk die Tabelle NA.B.4.5.

Die Tabellen im Download-Bereich geben einen Überblick über mögliche Ausführungen von Brandwänden.

Brandwände aus Kalksandsteinen können aus KS-Plansteinen der Rohdichteklasse RDK ≥ 1,8 mit Dünnbettmörtel (DM) in einer Breite von 175 mm erstellt werden, bei Porenbetonsteinen erreicht man mit der Festigkeitsklasse PP 4-0,55 und einer Dicke von 240 mm die Anforderungen.

Für eine Rauchdichtigkeit sorgt die Vermörtelung der Stoßfugen bzw. ein beidseitiger Putzauftrag.

Porenbeton

Brandwände mit H+H Porenbeton

Brandwände     Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse REI-M 90 bzw. EI-M 90
Raumabschließende Wände
standsicher gegenüber Stoßbeanspruchung (3000 Nm)
Rohdichte-
klasse
1-schalige Ausführung 2-schalige Ausführung
Plansteine - alle Stoßfugenausbildungen ≥ 0,40 300 2 x 240
Plansteine unprofiliert - Stoßfugen vermörtelt
mit aufliegender Geschossdecke REI 90 als konstruktive obere Halterung
≥ 0,40 240 2 x 175
Plansteine - alle Stoßfugenausbildungen ≥ 0,55 300 2 x 240
Plansteine - Stoßfugen vermörtelt / alternativ beidseitig 20 mm verputzt ≥ 0,55 240 2 x 175
Planelemente - alle Stoßfugenausbildungen ≥ 0,40 300 2 x 240
Planelemente - Stoßfugen vermörtelt / alternativ beidseitig 20 mm verputzt
mit aufliegender Geschossdecke REI 90 als konstruktive obere Halterung
≥ 0,55 240 2 x 175

Kalksandstein

Brandwände mit H+H Kalksandstein

Brandwände   Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse REI-M 90 bzw. EI-M 90
Raumabschließende Wände
standsicher gegenüber Stoßbeanspruchung (3000 Nm)
Rohdichte-
klasse
1-schalige Ausführung 2-schalige Ausführung
KS-Voll-, Loch-, Block-, Hohlblocksteine
unter Verwendung von Normalmauermörtel und Dünnbettmörtel
≥ 1,4 240 2 x 175
KS-Plansteine, Plan-Hohlblocksteine
unter Verwendung von Dünnbettmörtel
≥ 1,8 175 2 x 150
KS-QUADRO ≥ 1,8 200 2 x 175
KS-QUADRO
mit aufliegender Geschossdecke REI 90 als konstruktive obere Halterung
≥ 1,8 175 2 x 150
Zum Anfang

Komplextrennwände mit H+H Porenbeton

Wie bei den Brandwänden sollen auch Komplextrennwände ausreichend Sicherheit beim Löscheinsatz gewährleisten.

Komplextrennwände sind nicht in DIN EN 1996-1-2 geregelt. Die Mindestwanddicken und weitere einzuhaltende Randbedingungen ergeben sich aus dem jeweils aktuellen Merkblatt der Sachversicherer: VdS 2234 „Brand- und Komplextrennwände – Merkblatt für die Anordnung und Ausführung“. Herausgeber: Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). Verlag VdS Schadenverhütung GmbH, Köln.

Komplextrennwände aus Porenbetonsteinen sind in der Festigkeitsklasse PP 4-0,55 und mit einer Dicke von 365 mm zu erstellen.
Komplextrennwände können aus Kalksandstein-Plansteinen und -Planelementen der Steinfestigkeitsklasse SFK 12 und der Rohdichteklasse RDK 1,6 und in einer Dicke von 240 mm bei Ausführung mit Dünnbettmörtel erstellt werden.

Porenbeton

Komplextrennwände mit H+H Porenbeton

Komplextrennwand (nicht normativ geregelt - gemäß Gutachten)    Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse REI-M 180 bzw. EI-M 180
Raumabschließende Wände
standsicher gegenüber Stoßbeanspruchung (4000 Nm)
Rohdichte-
klasse
1-schalige Ausführung 2-schalige Ausführung
Stoßfugen vermörtelt
mit konstruktiver oberer Halterung, die auch im Brandfall wirksam ist
≥ 0,55 365 2 x 240

Kalksandstein

Komplextrennwände mit H+H Kalksandstein

Komplextrennwand (nicht normativ geregelt - gemäß Gutachten)   Mindestwanddicke tF [mm]  zur Einstufung in die 
Feuerwiderstandsklasse REI-M 180 bzw. EI-M 180
Raumabschließende Wände
standsicher gegenüber Stoßbeanspruchung (4000 Nm)
Rohdichte-
klasse
1-schalige Ausführung 2-schalige Ausführung
alle KS-Steine
unter Verwendung von Normalmauermörtel ≥ NM II und Dünnbettmörtel
alle 365 2 x 240
KS-Voll-, Blocksteine mit Steinfestigkeitsklasse ≥ 12
unter Verwendung von Normalmauermörtel NM III
≥ 1,8 240 -
KS-Plansteine und KS-QUADRO mit Steinfestigkeitsklasse ≥ 12
unter Verwendung von Dünnbettmörtel
≥ 1,6 240 -
Zum Anfang

Wärmedämmverbundsysteme auf Außenwänden aus Kalksandstein

Aus Gründen des Wärmeschutzes muss beim Bau einer Gebäudeaußenwand aus Kalksandstein in der Regel ein Wärmedämmverbundsystem eingesetzt werden. Zu den Wärmedämm-Verbundsystemen gehören grundsätzlich allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (abZ), in denen in Abhängigkeit von der Dämmart- und der Dämmschichtdicke u. a. für den Sturzbereich spezielle brandschutztechnische Ausführungen oder zusätzlich Brandriegel gefordert werden können. Zu beachten ist die jeweilige Landsbauordnung. In Abhängigkeit von den Gebäudeklassen bzw. Vollgeschossen dürfen entweder schwerentflammbare Dämmschichten – z. B. Baustoffklasse B 1 nach DIN 4102-1 – oder müssen nicht brennbare Dämmschichten – z. B. Baustoffklasse A nach DIN 4102-1 – eingesetzt werden (Ausnahmeregelung bis zu zwei Vollgeschosse: normalentflammbar). In der Regel müssen bei Gebäuden außer Hochhäusern und einigen Sonderbauten die Dämmschichten oder Außenwandbekleidungen aus mindestens schwerentflammbaren Baustoffen bestehen.

Zum Anfang

Wandanschlüsse bei erhöhten Brandschutzanforderungen

Je nach statischen Erfordernissen, die an eine anzuschließende Wand aus Kalksandstein oder Porenbeton gestellt werden, ist bei REI ­klassi­fizierten Wänden auch das Füllen einer Fuge mit Mineralwolle und einem elastoplastischen Fugen­dichtstoff möglich. Anschlüsse tragender Wände können ent­sprechend DIN EN 1996­-1-­2 ausgeführt werden.

Bei nicht tragenden Wänden sind die Regelungen der DIN 4102­-4 zu beachten. Dämmschichten in Anschluss­fugen bestehen aus Mineralwolle der europäischen Brandverhal­tensklassen A1 oder A2 (nicht­ brennbar) mit einem Schmelz­punkt oberhalb einer Temperatur von θ = 1.000 °C, einer Rohdichte von ρ ≥ 30 kg/m3. Die Dämmung darf nicht glimmen.