Gebäudeplanung

Sicher bauen mit Mauersteinen von H+H

Tragwerksplanung

Die konstruktive Planung mit Mauerwerk definiert die Anforderungen an die Tragsicherheit, die Gebrauchstauglichkeit und die Dauerhaftigkeit von Mauerwerk. H+H Mauersteine können alle Anforderungen erfüllen.

Die Tragsicherheit des Mauerwerks ist von zentraler Bedeutung. Grundlage des Tragwiderstandes sind die charakteristischen Werte der Druckfestigkeit fk der Mauersteine.

H+H Mauersteine, die mit Dünnbettmörtel verarbeitet werden, werden mit den Druckfestigkeitsklassen 2 bis 28 hergestellt.

H+H Kalksandstein ist durch seine hohe Druckfestigkeit selbst bei geringen Wanddicken hochbelastbar, sowohl bei tragenden Innenwänden als auch bei Außenwänden. Aus der funktionalen Trennung zwischen tragender KS-Schicht und Wärmedämmung resultiert eine individuelle Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Anforderungen im Bereich des Wärme- und Schallschutzes.

Mauerwerk aus hochwärmedämmendem H+H Porenbeton ist bei Nutzung der ganzen Bandbreite von Steinfestigkeiten für die Erstellung einer monolithischen Außenwand selbst für mehrgeschossige Gebäude mit monolithischen Porenbeton-Außenwänden und bei zweischaligen Außenwänden sowie tragenden Innenwänden geeignet.

Der Technische Service von H+H berät hier sachkundig.

Normengerechte Bemessung von H+H Mauerwerk

Seit Einführung der Eurocodes gelten europaweit vereinheitlichte Regeln im Bauwesen auf Grundlage eines semiprobabilistischen Sicherheitskonzepts. Der Eurocode 6 - DIN EN 1996 regelt die Berechnung und Konstruktion von Mauerwerk.

DIN EN 1996-1-1 Allgemeine Regeln für das Mauerwerk
DIN EN 1996-1-2 Tragwerksbemessung für den Brandfall
DIN EN 1996-2 Auswahl der Baustoffe und Ausführung
DIN EN 1996-3 Vereinfachte Berechnungsmethoden für unbewehrte Mauerwerksbauten

Zusätzlich sind die Nationalen Anhänge (NA) zu den Teilen der DIN EN 1996 zu berücksichtigen.

Mit Hilfe des genaueren Berechnungsverfahrens nach DIN EN 1996-1-1/ NA ist gegenüber dem vereinfachten Berechnungsverfahren nach DIN EN 1996-3/ NA eine größere Ausnutzung der Tragfähigkeit von unbewehrtem Mauerwerk möglich, indem die Eigenschaften des Mauerwerks und das Tragverhalten der Konstruktion exakter erfasst werden. Das genauere Berechnungsverfahren darf für einzelne Bauteile ebenso angewendet werden, wie für einzelne Geschosse oder ganze Bauwerke. Es lassen sich größere Wandhöhen und schlankere Konstruktionen nachweisen.

Ausführliche Hinweise zur Konstruktion und Bemessung von Mauerwerk aus Porenbeton und Kalksandstein werden in den Planungsunterlagen des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e.V. sowie des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie e.V. dargestellt.

Technische Beratung

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Produktkenndaten H+H Porenbeton / H+H Kalksandstein

Produktkenndaten H+H Porenbeton

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  Druckfestigkeitsklasse
H+H Plansteine PP 2 PP 4 PP 6 PP 8
H+H Tempoplan TP (Planelemente)     PPE 2 TP   PPE 4 TP    
H+H Multielemente (Planelemente)   PPE 2 PPE 4    
Rohdichteklasse 0,35 0,35 0,40 0,50 0,55 0,60 0,65 0,80
Wärmeleitfähigkeit λB in W/mK 0,08 0,09 0,10 0,13 0,14 0,16 0,18 0,21
Charakteristische Werte fk
der Druckfestigkeit nach
DIN EN 1996-3/NA:2012-01
in N/mm²
1,8 2,6 3,0 4,1 5,1
Rechenwert der Eigenlasten
in kN/m³
4,5 4,5 5,0 6,0 6,5 7,0 7,5 9,0

Produktkenndaten H+H Kalksandstein

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  Druckfestigkeitsklasse
H+H KS Vollsteine / Lochsteine                         KS L 12
/ NM II

KS 12
/ NM II

KS 20
/ NM II
H+H KS Plansteine KS L-R P 12 KS-R P 12 KS-R P 20 KS-R P 28                
H+H KS-QUADRO
(KS XL-Planelemente)
              KS -
QUADRO  E 20
KS -
QUADRO 20
       
Rohdichteklasse 1,4 1,6 1,8 2,0 2,2 2,2 1,8 2,0 2,0 2,2   1,6 1,8 2,0
Charakteristische Werte fk
der Druckfestigkeit nach
DIN EN 1996-3/NA:2012-01
in N/mm²
5,6 7,0 10,5 13,8 10,5 12,9   3,9 5,4 7,2
Rechenwert der Eigenlasten in kN/m³e 15,0 16,0 18,0 20,0 22,0 22,0 18,0 20,0 20,0 22,0   16,0 18,0 20,0
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Vereinfachte Berechnungsmethoden nach DIN EN 1996-3/NA

Das vereinfachte Berechnungsverfahren nach DIN EN 1996-3/NA ermöglicht den statischen Nachweis eines Großteils aller im Mauerwerksbau auftretenden Problemstellungen mit geringem Aufwand.

Bestimmte Beanspruchungen, z. B. Biegemomente aus Deckeneinspannungen, ungewolltes Ausmitten beim Knicknachweis, Wind auf Außenwänden sind nicht gesondert nachzuweisen, sondern sind durch den Sicherheitsabstand, der dem Berechnungsverfahren zugrunde liegt, oder durch konstruktive Regeln und Grenzen abgedeckt.

So darf auf einen rechnerischen Nachweis der Gebäudeaussteifung verzichtet werden, wenn die Geschossdecken als steife Scheiben ausgebildet sind bzw. statisch nachgewiesene, ausreichend steife Ringbalken vorliegen und wenn in Längs- und Querrichtung des Gebäudes eine offensichtlich ausreichende Anzahl von genügend langen aussteifenden Wänden vorhanden ist.

Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten Verfahrens sind u. a. die Begrenzung der Wandhöhen auf 2,75 m und der Deckenstützweiten auf 6 m.

Für eine noch effizientere Nachweisführung bei der Planung von Mauerwerk aus Kalksandstein und Porenbeton wurden im Auftrag des Bundesverbandes der Kalksandsteinindustrie und des Bundesverbandes der Porenbetonindustrie Tragfähigkeitstafeln für die Bemessung von Außen- und Innenwänden nach dem vereinfachten Nachweisverfahren der DIN EN 1996-3/NA von Herrn Univ.-Prof. Dr.-Ing. Carl-Alexander Graubner, TU Darmstadt erstellt. Es konnte gezeigt werden, dass unter praxisüblichen Randbedingungen und Eingangsparametern eine Bemessung nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren auch bei Wandhöhen von bis zu 3,75 m gegenüber den Ergebnissen nach dem genaueren Berechnungsverfahren auf der sicheren Seite liegt.

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Tragfähigkeit von H+H Stürzen

Die Bemessung und Ausführung von H+H Stürzen ist in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen geregelt, die auf dem europäischen Teilsicherheitskonzept beruhen. Demnach findet eine Gegenüberstellung von Einwirkungen (Lasten) und Widerständen (Materialparametern) statt. Für den statischen Nachweis sind der Grenzzustand der Tragfähigkeit und der Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit zu betrachten.

Zu den H+H Stürzen liegen geprüfte Typenstatiken vor, die auf der Grundlage der Bemessungsansätze der Zulassungen erstellt wurden.
Die Bemessung von H+H Stürzen erfolgt mit Hilfe von Tragfähigkeitstabellen auf der Grundlage dieser Typenstatiken.

KS-Stürze bestehen aus einem Zuggurt und einer Druckzone, die bei Flachstürzen nachträglich auf der Baustelle hergestellt wird bzw. bei Fertigteilstürzen werkseitig integriert ist.

Porenbeton-Stürze sind Zuggurte aus Porenbeton, die zur Erlangung der Tragfähigkeit ebenfalls eine Druckzone benötigen,

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Erdbebengerechtes Konstruieren

In Deutschland haben Erdbeben mit katastrophalen Ausmaßen bisher nicht stattgefunden und sind nach Kenntnis der geologischen und tektonischen Verhältnisse auch in der Zukunft kaum zu der Planungsphase mögliche Erdbebeneinwirkungen auf die Konstruktionen berücksichtigt werden.

Grundlage für eine sichere Bemessung und für eine optimale Auswahl des Mauerwerks ist die DIN EN 1998-1/NA:2011-01. Ein Erdbebennachweis ist für die Zonen 1–3 zu erbringen.

Die Gefährdung von Bauwerken durch Erdbeben kann durch Einhalten allgemeiner Grundregeln der erdbebengerechten Planung erheblich reduziert werden. Je mehr Regeln gleichzeitig befolgt werden, desto einfacher gestaltet sich auch der erforderliche Nachweis der Tragsicherheit.