Oberflächenbehandlung

Mauerwerk ist durch einen geeigneten Witterungsschutz vor Feuchtigkeit und Frost zu schützen.
Der Schlagregenschutz kann durch Verblendmauerwerk, durch Außenwandbekleidungen oder durch geeignete wasserabweisende Außenputze realisiert werden.

Außenputz

Bei der Auswahl des Außenputzes sind die Hinweise des Industrieverbandes WerkMörtel e.V. in der Leitlinie für das Verputzen von Mauerwerk und Beton zu beachten. Beim Putzgrund Porenbeton sind Putze mit Trockenrohdichten = 1100 kg/m – Leichtputz Typ II einzusetzen. Putze mit solchen geringen Rohdichten weisen ebenfalls geringe Wärmeleitfähigkeiten (<= 0,23 W/mK) auf.
Putz kann einlagig oder in zwei Lagen in Form eines Leichtunter- und Oberputzes erfolgen. Leichtputze sind bereits mit Putzdicken < 20 mm möglich, sofern der Anbieter dieses mit einer Eignungsprüfung nachgewiesen hat. Die Verarbeitungsvorschriften der Putzsystemlieferanten sind stets maßgebend.
Vor Beginn der Putzarbeiten ist festzulegen, ob und wo rissgefährdete Zonen im Putzgrund vorhanden sind und in welcher Breite eine entsprechende Putzarmierung vorzusehen ist. Einige typische Beispiele: Materialwechsel im Putzgrund (zum Beispiel gedämmte Betonflächen, Rollladenkästen), Öffnungsecken, einbindende Decken, gegebenenfalls Gebäudeecken bei spannrichtungsabhängigen Belastungsunterschieden aus Deckensystemen. Dazu sind die Empfehlungen im H+H Datenblatt „Einschalige Außenwände aus H+H Porenbeton“ zu beachten.

Verblendmauerwerk

Regional und traditionell verbreitet ist Sichtmauerwerk mit Verblendziegeln. Das zweischalige Mauerwerk kann erstellt werden ohne eine Wärmedämmschicht oder mit Wärmedämmschicht, wobei aus wärmeschutztechnischen Gründen in der Regel eine Kerndämmung ausgeführt wird.

Außenwandbekleidungen

Werden aus Gründen der optischen Gestaltungsvielfalt vorgehängte Fassadenelemente aus Materialien wie Holz, Naturstein, Blech oder Kunststoff gewählt, so ist die Unterkonstruktion mit geeigneten Befestigungsmitteln auf der Porenbeton-Wandkonstruktion zu befestigen.

Innenseitige Oberflächen

Es sind einlagige Innenputze (10 – 15 mm) aber auch Dünnlagenputze (= 6 mm) auf Gips-, Kalkgips- oder Kalkzementbasis möglich.
Auf fachgerecht planebenem H+H Porenbeton-Mauerwerk kann bei geringen optischen Anforderungen, wie zum Beispiel in Kellerräumen auch nur ein Anstrich ausreichen.
Fliesen können direkt auf das ebene Porenbeton-Mauerwerk sowohl im normalen Mörtelbett als auch im Dünnbettverfahren verarbeitet werden.