FAQ

Wo kaufe ich H+H Porenbeton?
H+H Porenbeton wird über den qualifizierten Baustofffachhandel vertrieben. Nehmen Sie mit dem H+H Gebietsleiter Kontakt auf und Sie erhalten Empfehlungen für den Baustoffhändler in Ihrer Nähe.
Sind die Stoßfugen bei Mauerwerk aus Porenbeton zu vermörteln?

Eine Vermauerung ohne Stoßfugenvermörtelung ist die Regelausführung. Ausnahmen kann es geben bei Mauerwerk, dass durch den Tragwerksplaner mit zweiachsiger Lastabtragung bemessen wurde und gegebenenfalls bei der Ausführung von Brandwänden. Übermauerungen von H+H Flachstürzen sind generell mit einer Stoßfugenvermörtelung auszuführen.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite Verarbeitungshinweise.

Erreiche ich mit Porenbeton die Feuerwiderstandsklasse F90?

Nichttragende Wände sind bereits bei einer Wanddicke von 75 mm der Feuerwiderstandsklasse F 90-A zuzuordnen. Tragende raumabschließende Wände erreichen die Feuerwiderstandsklasse REI 90 (= F 90) bereits bei der Rohdichteklasse ≥ 0,35 mit einer 175 mm dicken unverputzten Wand bei hohem Ausnutzungsfaktor.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite Brandschutz.

Was ist bei einer Brandwand aus Porenbeton zu beachten?

Brandwände sind in der DIN EN 1996-1-2 geregelt. Demnach sind Brandwände mit einer Rohdichteklasse von mindestens 0,40 (entspricht der Festigkeitsklasse PP2) in einer Mindestwanddicke von 300 mm herzustellen. Eine Vermörtelung der Stoßfugen ist nicht erforderlich. Alternativ sind Brandwände mit einer Rohdichteklasse von mindestens 0,55 (entspricht der Festigkeitsklasse PP4) in einer Mindestwanddicke von 240 mm herzustellen. Dann ist eine Vermörtelung der Stoßfugen bzw. ein beidseitiger 20 mm Putz erforderlich.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite Brandwand.

Welcher Außenputz gehört auf Porenbeton?

Es sind Putze mit Trockenrohdichten ≤ 1100 kg/m – Leichtputz Typ II einzusetzen. Putze mit solchen geringen Rohdichten weisen ebenfalls geringe Wärmeleitfähigkeiten (<= 0,23 W/mK) auf.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite Oberflächenbehandlung.

Muß ein Außenputz auf Porenbeton ein Putzgewebe erhalten?

Für rissgefährdete Zonen im Putzgrund ist eine Putzarmierung vorzusehen. Einige typische Beispiele: gedämmte Betonflächen, Rollladenkästen, Öffnungsecken, einbindende Decken, gegebenenfalls Gebäudeecken bei spannrichtungsabhängigen Belastungsunterschieden aus Deckensystemen. Empfiehlt der Putzsystemlieferant eine vollflächige Putzarmierung, so ist diese Empfehlung maßgebend.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite Oberflächenbehandlung.

Bis zu welchen Temperaturen kann ich Porenbeton verarbeiten?
Die minimale Verarbeitungstemperatur darf die Frostgrenze (0°C) nicht unterschreiten. Bei Werktrockenmörteln wird allgemein sicherheitshalber auf eine Grenzverarbeitungstemperatur von +5 °C hingewiesen.
Dürfen in Erdbebengebieten Wände aus Porenbeton errichtet werden?
Für Hochbauten aus Mauerwerk in den deutschen Erdbebengebieten dürfen alle Mauersteine und Mauermörtel für Mauerwerk nach DIN EN 1996 verwendet werden. Die Erdbeben-Norm DIN EN 1998-1 regelt auch die Verwendung der Steinfestigkeitsklasse 2 für Außenwände (aus wärmetechnischer Sicht am besten in PP2). Mindestens 50 % der Grundfläche der Schubwände muss aus Festigkeitsklasse 4 (i.d.R. die Innenwände, z.B. 175 mm) oder höher bestehen. Einer Ausführung mit H+H Porenbeton steht nach den geltenden Normen nichts im Wege.
Nach langer Regenperiode sieht das Porenbeton-Mauerwerk stark durchnäßt aus. Was ist zu tun?
Oftmals erscheint Porenbeton-Mauerwerk sehr feucht, da die angeschnittenen äußeren Poren sich mit Wasser gefüllt haben. Porenbeton hat wegen seiner geschlossenen Porenstruktur und dem dichten Gefüge zwischen den Poren kaum Kapillare und zeigt damit ein sehr geringes Saugverhalten. Horizontal einwirkendes Wasser durch Schlagregen wird i.d.R. durch Wind und Sonne schnell abtrocknen. Vertikal einwirkendes Wasser – also durch fehlende Abdeckung der Mauerkronen oder Brüstungsbereiche kann zu stärkerer Durchfeuchtung führen.
Wie kann ich Porenbeton entsorgen?
Porenbeton kann auf Deponien der Deponieklasse 1 nach dem Abfallschlüssel 17 01 01 entsorgt werden.
Wie ist der Mauerwerksverband herzustellen?

Mauerwerk ist so auszuführen, daß die Steine schichtweise überbinden. Damit wird sichergestellt, daß die auf die Wand wirkende Vertikallast über die Wandlänge verteilt wird. Das Überbindemaß ist in der Mauerwerksnorm DIN EN 1996 geregelt. Es ist bei H+H Plansteinen mindestens 100 mm und bei H+H Tempoplan und H+H Multielementen mindestens 125 mm.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite Verarbeitungshinweise.

Kann ich einen Keller aus Porenbeton mauern?
Ein Keller ist bei richtiger Planung und sachgerechter Ausführung auch immer in Porenbeton-Mauerwerk ausführbar. Hier fließen die Ergebnisse des Bodengutachtens sowie die bauphysikalischen Details und Auflagen des öffentlichen Baurechts ein. Abdichtungssysteme in Form von Anstrichen oder Bahnen mit Schutzschichten lassen sich besonders gut und sicher in geforderter Schichtstärke auf H+H Mauerwerk aufbringen, da es sehr eben, mit geringsten Toleranzen bzw. sehr geringem Fugenanteil erstellt wird. Versickerndes Oberflächenwasser sowie natürliche Bodenfeuchtigkeit sind mit evtl. Drainagen vom Gebäude fernzuhalten.